

Wenn der Körper merkt, dass etwas nicht stimmt, wehrt er sich in den meisten Fällen damit, die eigene Temperatur zu steigern. Die mit dem Fieber verbundene Abgeschlagenheit zwingt den Menschen zur Ruhe und somit zur Regenration. Dabei gilt es zu unterscheiden, ob es sich wirklich um Fieber handelt oder nur um eine erhöhte Temperatur.
Um die Temperatur beim Kind zu klassifizieren, tut man gut daran, auch ohne Grund regelmässig das Fieberthermometer einzusetzen. Hierdurch lässt sich eine Durchschnittstemperatur ermitteln, die sich in der Regel um die 36 °C bewegt. Bei manchen Kindern liegt sie auch deutlich darüber oder darunter. Erst wenn die Körpertemperatur des Kindes akut und ohne ersichtlichen Grund steigt, muss man sich als Elternteil Gedanken machen. Jedoch soll man bedenken, dass so mancher vermeintlicher Fieberschub auch die versteckte Antwort auf einen anstrengenden Tag sein kann.
Die Regel besagt, dass man bei einer Körpertemperatur von 37°C bis 38°C von einer «erhöhten Temperatur» ausgeht. Erst ab 38°C spricht man von Fieber, ab 40°C von «hohem Fieber». Wichtig ist hier, auch bei erhöhter Temperatur, das Kind und seine Verhaltensweisen zu beobachten.
Oft hilft es bei erhöhter Temperatur, das Kind einfach zur Ruhe zu bringen. Viel frische Luft und ausreichende Flüssigkeitszufuhr helfen dem Körper, die Temperatur von sich aus herunter zu fahren. Schonende Hausmittel wie kühle Umschläge und lauwarme Tees unterstützen den Körper, seine Temperatur wieder auf ein Normalmass zu regulieren. Eltern sollten sich hierbei grundsätzlich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Erst wenn Begleiterscheinungen wie übermässiges Schwitzen, plötzliches Erbrechen oder auch Apathie länger anhalten, sollte man einen Arzt konsultieren. Der Griff zu Medikamenten sollte bei Kleinkindern immer nur mit Bedacht und nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.
Fieber bzw. Temperaturschwankungen des Körpers begleiten das Heranwachsen des Kindes und sind wichtig, um das körpereigene Abwehrsystem zu konditionieren. Das regelmässige Fiebermessen, die eigene Intuition und die ärztliche Rücksprache erleichtern gerade frischgebackenen Eltern den sprichwörtlichen «kühlen Kopf» zu bewahren.
Text: Daniel D. Eppe