Fantasievolle Fasnachtskostüme<br />für Kinder selber machenlesenswert!

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Fantasievolle Fasnachtskostüme
für Kinder selber machen

Auch die Kleinen geniessen die närrische Zeit und das Vergnügen, sich zu verkleiden. Unerkannt Schabernack treiben, mal jemand anderer sein – wer kann sich diesem Reiz schon entziehen? Auch wenn passend zur Saison überall Fasnachtskostüme und Masken käuflich zu erwerben sind – selbst zu basteln und zu kreieren macht viel mehr Spass, beschert einzigartige Ergebnisse und ist zudem preiswerter.

Das Fasnachtskostüm

Meistens haben Kinder einen ganz bestimmten Wunsch für Ihr Fasnachtskostüm. Aber bevor man für Pirat, Prinzessin oder Hexe ein teures Fasnachtskostüm kauft, lohnt es sich den Kleiderschrank nach alten oder abgetragenen Sachen zu durchforsten.
 
So entsteht aus einer abgeschnittenen Hose, einem übergrossen, vorzugsweise gestreiften T-Shirt, einem Schal als Gürtel und einem um den Kopf gebundenen Halstuch im Nu ein Pirat. Aus einem alten Kleid oder Nachthemd wird mit Glitzerspray, Strasssteinchen, Perlen und Tüll ein herrliches Prinzessinnenkleid. Als Basis für eine Hexe dienen z.B. ein schwarzes Oberteil und schwarze Leggins mit mehreren, unterschiedlich langen, bunten Röcken darüber, oder ein schwarzes Kleid (man kann auch ein altes färben). Einige Stoffflicken aufgenäht und fertig ist das Fasnachtskostüm.

Umhang oder Schleppe zum Fasnachtskostüm

Natürlich runden entsprechende Accessoires wie Ketten, Ohrringe, Krone, Hut, Besen usw. sowie die richtige Schminke und Frisur die Verkleidung erst so richtig ab. Eine weitere, unkomplizierte und gleichzeitig die vielfältigste Möglichkeit, das Fasnachtskostüm noch zu perfektionieren, bietet ein Umhang. An der Oberkante eines grossen, rechteckigen Stück Stoffs wird ein Gummiband oder eine Kordel durch den Saum gezogen. Die Raffung für einen prächtigen Faltenwurf ergibt sich bei genügend Stoff von selbst. Mit Hilfe von Sicherheitsnadeln, Pappe, Bunt- und Glitzerpapier, flatternden Bändern aus Krepp, Glöckchen und sonstigen diversen Dekomaterialien entstehen beeindruckende Umhänge für Hexen oder Vampire oder üppige Schleppen für Prinzessinen.

Eine Maske zum Fasnachtskostüm

Gruselig, lustig, ausserirdisch – eine Maske fürs Gesicht gehört zur Tradition der Fastnacht! Ein Luftballon, etwas grösser als der eigene Kopf bietet die Grundform. Die ungefähre Form der Maske sowie Ausschnitte für Augen und Mund an den richtigen Stellen werden aufgezeichnet. Eine Schüssel mit angerührtem Tapetenkleister und viele Papierschnipsel werden vorbereitet, und dann – wird geklebt. Schnipsel durch den Leim ziehen und mindestens in 4 Schichten, entsprechend der Zeichnung, auf dem Ballon platzieren. Wenn alles fest und trocken geworden ist (am besten über Nacht), kann man die Maske vorsichtig vom Ballon lösen und erstmals probieren. Die Form des Randes und der Ausschnitte gegebenenfalls noch korrigieren und dann die Löcher für Bindebänder anbringen. Natürlich mag kein Kind mit einer grauen, ungestalteten Maske in die Fasnacht gehen – deshalb darf jetzt gepinselt werden. Plakatfarben haben viel Leuchtkraft und decken gut. Wer mag, verwendet Pailletten, Glitzerstaub, Aufkleber, Wolle, Filz oder sonstige Textilien um das Gesicht und die Frisur ganz nach Geschmack zu gestalten. Etwas haltbarer wird das Ganze, wenn es zum Schluss mit Klarlack überzogen wird. Haarspray tut es zur Not auch.

Was man beachten sollte

Fasnachtskostüme für Kinder müssen bunt, auffällig und belastbar sein, aber eben auch sicher. Weder bei Masken noch Textilien sollten giftige Farben bzw. Kleber verwendet werden. Kleinteile dürfen sich nicht lösen, Bänder oder Gummizüge nicht abschnüren. Keine Fasnachtskostüm macht Spass, wenn es zu lang ist und man ständig darauf tritt. Sicherheits- oder Tackernadeln müssen so verarbeitet werden, dass von ihnen keine Verletzungsgefahr mehr ausgeht.

Fazit

Mit Schere, Nadel und Faden, oder Sicherheitsnadel, Stoffmalfarbe, Dekomaterial und notfalls auch mit dem Tacker lassen sich auf einfache Weise viele Fasnachtskostüme gestalten. Dafür muss man nicht unbedingt ein Schneidermeister sein, sondern einfach der Fantasie freien Lauf lassen. Und dann kann es losgehen – das närrische Treiben!