
Ab dem sechsten Monat empfiehlt es sich vor allem bei Erstlingsschwangerschaften, einen Vorbereitungskurs im Geburtshaus oder der Hebammenpraxis des Vertrauens zu belegen. Diese können wahlweise mit oder ohne Partner absolviert werden und konzentrieren sich im Wesentlichen auf Grundlegendes. Der Schwangerschaftsverlauf, die Phasen und Möglichkeiten in der Geburt, Atemtechniken und Entspannungsübungen, Babypflege, Schwangerschafts- und Rückbildungsgymnastik, der Umgang mit dem veränderten eigenen Körper, aber auch der Austausch mit anderen werdenden Müttern stehen hier im Mittelpunkt. Passende Angebote findet man in entsprechenden Broschüren beim Frauenarzt oder im Internet.
Ergänzend dazu, aber auch als alleinige Massnahme (wenn bereits Geburtserfahrungen vorhanden sind) kann Frau ebenfalls alternative Angebote wie Yoga, Bauchtanz, Qigong oder Meditation zur Vorbereitung auf die kommenden Ereignisse nutzen. Intensive Körpererfahrung, eine bewusste Atemtechnik und das Wissen um die «eigene Mitte» helfen vielen Frauen, unter der Geburt souveräner zu agieren. Hier gilt vor allem die Maxime: Richtig ist, was wirklich gut tut. Wer sich beim Bauchtanz albern vorkommt, ist vielleicht mit Wassergymnastik besser beraten.
Fast alle Krankenhäuser und Entbindungsstätten bieten regelmässig offene Veranstaltungen für werdende Eltern an. Hier werden natürlich in erster Linie die Räumlichkeiten wie Kreisssaal, Babystation und Wöchnerinnenzimmer vorgestellt, aber auch ganz praktische Fragen zur Geburt, z.B. auch zum Thema Wunschkaiserschnitt beantwortet. Diese Abende stellen eine gute Gelegenheit dar, für sich selbst zu entscheiden, ob man sich mit den Gegebenheiten und dem Personal sicher und wohl fühlt - Schnellentschlossene können sich bereits zu diesem Zeitpunkt anmelden.
Es gibt unzählige Magazine, Bücher, Ratgeber, Fernsehsendungen und Foren rund um die Geburt. Wie viel Frau davon letztlich konsumiert, muss jede für sich selbst entscheiden. Ab einer gewissen Menge an teils sehr differenter Informationen ist es allerdings nur noch anstrengend, verwirrend und keinesfalls mehr hilfreich. Ein regelmässiger Austausch mit befreundeten Müttern und/oder dem Partner sorgt schon eher dafür, dass man nicht allzu unreflektiert alle Meinungen und Ansichten aufzunehmen versucht. Am sichersten ist immer noch das eigene Bauchgefühl – und um den (Bauch) geht es ja schliesslich auch.
Text: Claudia Eichhorn
So wundervoll eine Schwangerschaft ist, keine Frau schwebt neun Monate lang auf einer Wolke der Glückseligkeit. Ehrlich und mit viel Witz führt dieses Buch durch 9 Monate Ausnahmezustand bis zur Geburt und durch die Tage danach. Ein Ratgeber der sich zum Standardwerk für die junge Familie entwickelt hat. Mit Baby-Tagebuch und Tipps auf dem aktuellsten Stand der medizinischen Praxis.