Lachen Sie sich gesund!

Bewerte diesen Artikel

4 Bewertungen

 

Lachen Sie sich gesund!

Lachen verbindet, baut Stress und Ängste ab und wirkt auf unsere Mitmenschen sympathisch. Wann und worüber haben Sie das letzte Mal herzlich gelacht? Lesen Sie hier über die Wissenschaft vom Lachen und warum es sich so positiv auf unsere Gesundheit auswirkt.

Gelotologie – Die Wissenschaft vom Lachen

Gibt es wirklich eine Wissenschaft vom Lachen? Sie werden lachen, es gibt sie: Die Gelotologie (griechisch gelao = ich lache) beschäftigt sich mit den psychischen und physischen Auswirkungen des Lachens. Auch wenn es paradox erscheinen mag: Lachen kann trainiert werden. Selbst wenn Ihnen nicht danach zumute ist, tun Sie es trotzdem. Grinsen, albern oder sich mit Freunden lustige Filme ansehen – auch bei absichtlichem Lachen überlisten Sie Ihr Gehirn, das von entspannten Gesichtsmuskeln die Botschaft bekommt, dass man glücklich ist und daraufhin Glückshormone auszuschütten beginnt. Egal ob «echt» oder mit Absicht: Lachen ruft bewiesenermassen durch Freisetzung von Endorphinen Glücksgefühle hervor.

Seminare und Lachyoga

Gerade Personen, die aufgrund ihres Charakters oder eines Schicksalsschlags als Miesepeter durchs Leben ziehen, werden in professionell geführten Lachseminaren durch Übungen zu mehr Fröhlichkeit und Unbeschwertheit bewegt. «Ho-Ho-Hahaha»: So beginnt der rhythmische Chor der Seminarteilnehmer, begleitet von Grimassen schneiden, lautem Klatschen und verschiedenen Atemtechniken. Zunächst darf das Gelächter ohne weiteres erzwungen sein, da simuliertes Lachen schon nach kurzer Zeit in echtes Gelächter übergeht. Noch dazu ist Lachen in der Gruppe ansteckend, und so endet eine Übung oftmals damit, dass sich die Teilnehmer förmlich vor Lachen biegen.
 
Eine weitere Möglichkeit ist das vom indischen Arzt Dr. Madan Kataria 1995 entwickelte Lachyoga. Dabei hat Dr. Kataria die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Gelotologie in die Praxis umgesetzt, indem er pantomimische Lachübungen mit Dehn- und Atemübungen aus dem Hatha-Yoga verbunden hat. Die Teilnehmer entwickeln mit dieser Methode zwar ihre bereits vorhandene Humorfähigkeit, eben genannte ist aber keinesfalls Grundvoraussetzung. Aus einem vorerst bewusst angeregten Lachen entsteht schnell spontanes Lachen, ohne dabei von Witzen oder Komödianten abhängig zu sein.

Positive Effekte auf die Gesundheit

Untersuchungen zeigen, dass die Menschen vor vierzig Jahren dreimal soviel als heute gelacht haben. Als Kind lachen wir bis zu 400-mal am Tag – später im Erwachsenenalter nur noch 15-mal. Da ist es auch kein Wunder, dass die Zahl der Depressionen und Stress-Symptome drastisch zunimmt.

Lachen ist in diesem Zusammenhang eine der schönsten und gleichzeitig einfachsten Möglichkeiten, schlechter Laune entgegenzuwirken. Es befreit, entspannt und wirkt obendrein noch aktivierend auf unser Immunsystem. Bereits eine Minute Lachen kann 45 Minuten Meditation oder zehn Minuten Laufen ersetzen. Beim Lachen werden nicht nur Glücksgefühle hervorgerufen und schmerzstillende Substanzen ausgeschüttet, sondern auch Stresshormone abgebaut sowie der Blutdruck gesenkt. Studien belegen, dass lachende Zeitgenossen weniger herzinfarkt- bzw. depressionsgefährdet sind.
Also, starten auch Sie in ein heiteres, befreites Leben – es wäre doch gelacht, wenn Sie das nicht auf die Reihe kriegen!
 
Text: Helge Trach