
Eine alte Weisheit besagt, dass viel Bewegung an der frischen Luft müde und erschöpft macht. Das gilt natürlich besonders für Kinder. Spielen diese viel, intensiv und möglichst oft draussen, stellt sich zum Abend ganz automatisch eine gewisse Müdigkeit ein, die das zu Bett gehen deutlich erleichtert. Ebenso wichtig wie ausreichende Bewegung sind allerdings auch Ruhepausen. Wird ein Kind dazu angehalten, sich ständig zu bewegen oder sich intensiv mit irgendwelchen Dingen zu beschäftigen, ist es sehr rasch überfordert.
Kindern tut generell ein geregeltes Tagesgeschehen gut. Dazu gehören gleich bleibende Zeiten zum Aufstehen, zum Essen und eben auch zum Zubettgehen. Entgegen vieler Meinungen werden feste Strukturen vom Nachwuchs gar nicht unbedingt als negativ empfunden. Kinder können sich anhand gleich bleibender «Rituale» deutlich besser in ihrem Alltag orientieren und lernen auf diese Weise auch, dass zu einer bestimmten Uhrzeit der Gang ins Bett ansteht.
Um dem Kind den Gang ins Bett zu erleichtern, können verschiedene Rituale am Abend helfen.
Wichtig bei derartigen Ritualen ist lediglich, dass diese zeitlich nicht ausufern und keinesfalls als notwendiges Übel oder als eine feste Regel empfunden werden.
Vor allem Kinder in sehr jungen Jahren haben ein hohes Verlangen nach Kuscheltieren. Diese völlig normale Eigenschaft können sich Eltern natürlich ebenfalls zu Nutze machen, um ihren Nachwuchs beizeiten zum Schlaf zu bewegen. Kuscheltiere, die schon im Bett «warten», versüssen dem Kind das zu Bett gehen ungemein. Wenn es kein Kuscheltier sein soll, kann auch eine gemütliche Schmusedecke durchaus ihren Zweck erfüllen. Beides gibt dem Kind ein Gefühl von Geborgenheit und – bei regelmässiger Durchführung – ein Gefühl von Sicherheit.
Die Problematik mit dem zu Bett gehen muss kein Dauerzustand sein. Mit ein paar einfachen Tricks lernen Kinder sehr schnell, die Nachtruhe zu schätzen.
Text: Daniel D. Eppe
Quellen