
Körperliche Bewegung während der Schwangerschaft ist keineswegs verboten, sondern sogar durchaus gesund. Sofern die schwangere Frau körperlich gesund ist, sollte leichter Sport getrieben werden. Wichtig dabei: Jede Form der Überanstrengung sollte unbedingt vermieden werden. Aus diesem Grund sollte der Puls nicht über 130 – 140 Schläge pro Minute steigen. Schwangere, die Sport treiben, müssen zudem auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr und den erhöhten Bedarf an Kalorien achten, um eine Mangelversorgung des Ungeborenen zu vermeiden. Sportarten mit heftigen Bewegungsabläufen und erhöhtem Verletzungsrisiko sollten grundsätzlich unterlassen werden. Sollten beim Sport dennoch einmal Probleme auftreten, etwa ein Flimmern vor den Augen, Herzrasen oder Atemnot, dann sollte in jedem Fall ein Arzt hinzugezogen werden.
Nichts ist entspannender als eine wohltuende Massage, und gerade schwangere Frauen wissen das zu schätzen. Im Grunde sind weiterhin alle Massageformen erlaubt: Allerdings muss der Masseur unbedingt informiert werden, da bestimmte neuralgische Druckpunkte vorzeitige Wehen auslösen können und deshalb tabu sind. Für Schwangere ist auch nicht mehr jedes Öl geeignet. Einerseits werden die intensiven Gerüche oft als unangenehm empfunden, andererseits ist vor allem bei ätherischen Ölen erhöhte Vorsicht geboten. Die konzentrierten Wirkstoffe können Hautreizungen verursachen oder sogar wehenauslösend wirken. Bei Risikoschwangerschaften sollte ein Massagebesuch vorher mit dem Arzt besprochen werden.
Konzertbesuche sind eine beliebte Freizeitbeschäftigung, die man natürlich auch während der Schwangerschaft nur ungerne missen möchte. Manche haben die Tickets auch schon lange im Voraus gekauft. Laute Rock- oder Popkonzerte mit dröhnenden Bässen und ohne jede Sitzgelegenheit bedeuten allerdings puren Stress für Mutter und Ungeborenes. Das Gedränge stellt ausserdem ein erhöhtes Verletzungsrisiko dar. In diesem Fall ist es ratsam auf das «Vergnügen» zu verzichten. Konzerte mit klassischer Musik sind hingegen jeder werdenden Mutter zu empfehlen. Hier gibt es in der Regel Sitzplätze und Musik, die auch dem Kind «gefällt». Klassische Musik eignet sich für Ungeborene deshalb so gut, weil die Rhythmen weniger dröhnend sind, als bei modernen Werken, und zugleich am Rhythmus des menschlichen Herzens orientiert sind.
In der Schwangerschaft verändert sich der gesamte Hormonhaushalt, was auch an den Haaren erkennbar wird. Einige Frauen haben plötzlich herrlich volles Haar, andere Frauen leiden eher unter dünnem und schütterem Haar. Eine Änderung der Frisur ist hier die logische Folge und eine neue Haarfarbe gehört natürlich mit dazu. Schädliche Auswirkungen auf ein Ungeborenes konnten nie nachgewiesen werden, allerdings wird empfohlen, zumindest während der ersten Schwangerschaftswochen, auf besonders aggressive Haarfarben zu verzichten. Moderne Farben enthalten keine schädlichen Stoffe, wie Formaldehyd, mehr und dürften deshalb als ungefährlich eingestuft werden. Der veränderte Hormonhaushalt kann jedoch einer schwangeren Frau durchaus einen «Strich durch die Rechnung» machen. Denn die veränderte Haarstruktur lässt die Ergebnisse einer Haarfärbung des Öfteren ganz anders aussehen, als eigentlich erwartet!
Für die meisten Bereiche des Alltags gilt während der Schwangerschaft: Verboten ist nichts, aber auf das richtige Mass oder die richtige Umsetzung kommt es an. Es ist schlichtweg gesunder Menschenverstand gefragt. Das gilt für angemessenen Sport genauso, wie für den Konzertbesuch oder die Gestaltung einer neuen Frisur mit Haarfarbe.
Text: Daniel D. Eppe
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