Hör mir bitte zu!

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Hör mir bitte zu!

Eltern und Kinder reden oftmals aneinander vorbei, weil der Zuhörer das Gesagte falsch interpretiert, oder einfach nicht richtig zuhört! Um das aufmerksame Zuhören zu fördern, gibt es eine einfache Methode. Suchen sie beim nächsten Spaziergang einen speziell schönen Stein. Dieser wird in der nächsten Gesprächsrunde als «Rednerstein» dienen. Solange der Redner diesen Stein in der Hand hält, darf er nicht unterbrochen werden. Ist er fertig, wandert der Stein zum Zuhörer und der fasst das Gesagte zusammen und versucht zu beschreibt, was der Redner in der erzählten Situation gefühlt hat. Am besten eignet sich die Übung im Alltag. Das Kind erzählt vielleicht von einem Erlebnis im Kindergarten, wo Mira ihre Pausentasche weggenommen und in die Pfütze geworfen hat. Sie als Mutter können im Anschluss der Nacherzählung beifügen; «Ich stelle mir vor, dass du sehr wütend warst auf Mira. Habe ich Recht?»
Dies ist eine gute Übung zu lernen, sich in andere Menschen und Situationen einzufühlen. Sie kann auch beim erzählen von Bilderbücher gemacht werden. Wie fühlt sich das Mädchen, dass nach einer Theateraufführung Applaus bekommt? Wie fühlt sich der Junge, der gerade zu Boden geschubst wurde und was wird er wohl als nächstes tun?
Das Kind soll versuchen sich auch mal in ihre Situation zu versetzen. Wie fühlen sie sich, wenn sie gerade den Fussboden geputzt haben und das Kind läuft mit verdreckten Schuhen durchs Haus. Umgekehrt versuchen sie sich vorzustellen, wie sich das Kind fühlt, wenn sie es beschimpfen. Wie haben sie sich in ihrer Kindheit dabei gefühlt, wenn sie beschimpft wurden? Erzählen sie ruhig von diesen Erfahrungen, dass macht sie ihrem Kind gegenüber glaubhaft und menschlich.