Konsequenz, die sich langfristig auszahlt

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Konsequenz, die sich langfristig auszahlt

Heute wird in der Erziehung grossen Wert darauf gelegt, dass Kinder zu selbständigem Handeln ermutigt werden. Das Kind muss sich ernst genommen fühlen, aber auch Grenzen erfahren. Oberstes Prinzip ist Konsequenz. Erziehung mit logischen Folgen wird von Kindern nicht als Strafe aufgefasst, was es für sie leichter macht, die Konsequenzen zu akzeptieren.

Kinder, die liebevoll-konsequent erzogen werden...

  • haben ein positiveres Selbstbild
  • zeigen weniger Problemverhalten
  • sind weniger depressiv
  • sind weniger ängstlich
  • sind körperlich gesünder
  • zeigen bessere schulische Leistungen
  • haben bessere Beziehungen zu Gleichaltrigen

Jede Familie braucht Erziehungsgrundsätze

Der Begriff «Konsequenz» wird häufig mit Strenge oder gar Schlagen in Verbindung gebracht. Was jedoch unter Konsequenz zu verstehen ist, darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen. Kann man fest in der Sache und gleichzeitig liebevoll sein?
Wichtig ist es für Eltern, gewisse Erziehungsgrundsätze zu finden. Eltern sollten sich auf ein paar wesentliche Dinge einigen, wie z.B.: «Wir gehen respektvoll miteinander um. Schläge und Beleidigungen haben in unserer Familie keinen Platz», «Wir unterstützen uns wo möglich gegenseitig» oder «In unserer Familie leisten alle einen Beitrag».

Wie verhalte ich mich im Alltag 'Konsequent'

Wer kennt die Situation nicht: Es fällt einem garantiert spontan gerade keine passende logische Konsequenz ein, mit der man auf ein unerwünschtes Verhalten reagieren kann.

  • Nicht aufhörende Trotzanfälle. Auszeit geben, das heißt für kurze Zeit von einer Aktivität ausschließen oder den Trotzkopf ruhig, aber bestimmt in einen anderen Raum bringen. «Wenn es dir besser geht, kommst du wieder zu uns.»
  • Es wird mit dem Essen herumgespielt. Teller nach Ermahnung wegstellen und auf gar keinen Fall wieder zurückgeben.
  • Essenszeit, aber Ihr Kind  hat gerade keine Lust. Natürlich stellt sich der Hunger dann aber nach einer halben Stunde ein. Nicht lange bitten und betteln, den Teller weg und – wenn überhaupt – als Zwischenmahlzeiten Obst anbieten. Süßigkeiten sind natürlich nicht erlaubt.
  • Ihr Kind drückt sich immer vor dem Zähneputzen. Einen Tag lang keine Süßigkeiten, da die ja schädlich sind.
Konsequent sein – ist leichter gesagt als getan. Eltern sind menschliche Wesen und keine Erziehungsmaschinen. Die fehlerfreie, immer konsequente Erziehung ist unmöglich. Vielleicht sollten Sie sich zwischendurch einfach mal wieder ein paar Punkte vor Augen halten:
  • Situativ konsequent sein heißt, sich in ähnlichen Situationen ähnlich verhalten. Versuchen Sie, so berechenbar wie möglich zu sein.
  • Eltern sollten nicht so tun, als wären sie einer Meinung, wenn sie es in Wahrheit nicht sind.
  • Konsequent sein bedeutet auch, dass man selbst tut, was man von seinen Kindern verlangt.