Internet: Schutz persönlicher Daten

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Internet: Schutz persönlicher Daten

Meine Daten gehören mir!

Einer Studie der Universität Genf zufolge sind über 80 % der Schweizer Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren Mitglieder von sozialen Netzwerken wie Facebook, Myspace oder Tillate. Hier knüpfen sie Kontakte, kommunizieren mit ihren Freunden, tauschen Infos und Bilder aus und treffen Verabredungen. Im Schnitt verbringen Jugendliche dabei mindestens zwei Stunden online. Doch auch immer mehr jüngere Kinder werden im Internet aktiv, folgen den älteren Vorbildern und geben in Netzwerken persönliche Informationen preis. Eltern und Erzieher stehen der schwierigen Herausforderung gegenüber, Kinder und Jugendliche auf den Umgang mit dem Medium Internet vorzubereiten, ihnen zu helfen, die nötige Medienkompetenz zu entwickeln und sie für den Umgang mit ihren persönlichen Daten zu sensibilisieren.

NetLa: Das Recht auf Datenschutz wahrnehmen lernen

Jeder hat das Recht, selbst zu bestimmen, welche Informationen über ihn preisgegeben und wie sie in Umlauf gebracht werden. Diesen Datenschutz darf und sollte jeder in Anspruch nehmen. Doch viele sind sich der möglichen Missachtungen dieses Persönlichkeitsrechtes durch das Internet gar nicht bewusst. Um die bestehenden Gefahren aufzuzeigen und altersgerecht an das Thema heranzuführen, hat der Rat für Persönlichkeitsschutz die Kampagne «NetLa» ins Leben gerufen. Zusammen mit Personen aus Wissenschaft, Datenschutz und Wirtschaft hat er umfangreiches Material für Kinder und Jugendliche, aber auch für Eltern und Lehrpersonen zusammengestellt.

Datenschutz spielend kennen lernen

Bei NetLa findet man wertvolles Spiel- und Lernmaterial für verschiedene Altersstufen. Die 5 bis 6-Jährigen wird in der Bildergeschichte über den Schatz des kleinen Panda erzählt wie er seine Schatztruhe vor Fremden schützt. Ein Comicabenteuer erleben die 7 bis 10-Jährigen mit Matteo mit seinen Freunden. Das Gelernte können sie anschliessend in einem Quiz umsetzen und damit einen Datenschutz-Führerschein erwerben. In einem Comic-Spiel unterstützen 11 bis 14-Jährige Laura, Tess und Luca dabei, ihren verschwundenen Freund Fabi zu suchen und erfahren, dass einzelne Hinweise helfen, jemandem auf die Spur zu kommen. Auch sie können in einem altersgerechten Quiz ihr Datenschutz-Wissen testen. Verschiedene Lehrmaterialien und Arbeitsblätter können heruntergeladen werden, um auch im Unterricht den Umgang mit persönlichen Daten anzusprechen.

Tipps zum Schutz der Daten

Auch handfeste Tipps und Tricks rund um Facebook & Co. bietet NetLa. Sie zeigen, wie leicht man in Datenfallen gerät, aber auch, wie man sie umgehen kann. Einige Beispiele:

  • Chatten: Ja – vorsichtig! Spass beim Chatten haben kann man auch mit einem coolen Fantasienamen. Der richtige Name, Adresse oder Telefonnummer gehen dabei niemanden etwas an – und die echten Freunde kennen sie ja sowieso. Beim Chatten weiss man nie genau, wer da genau mitliest und ob der einen nicht anschwindelt!
  • Chatprotokolle: Chats werden oft protokolliert Niemand kann sicher sein, dass der Chat beim Schliessen verschwunden ist. Manche Internetdienste speichern alle Vorgänge und auch der Chatpartner könnte die Texte durchaus speichern, kopieren und weitergeben – es ist also nicht vertraulich!
  • Cookies löschen: In diesem Zusammenhang ist auch das regelmässige Entfernen der Cookies sinnvoll. Diese sammeln nämlich Daten über die Internetnutzung. (Wie lösche ich Cookies?)
  • Mein Bild gehört mir: Wer nicht gerade ein Prominenter ist, kann sich dagegen wehren, dass jemand ihn fotografiert oder sein Bild ohne Erlaubnis ins Netz stellt. Jeder hat das persönliche Recht am eigenen Bild. Das muss man natürlich auch beachten, wenn man andere fotografiert.
  • Facebook Privatsphäre: Suchmaschinen finden Facebook-Profile. Damit nicht jeder beim Googeln auf das Profil stossen kann, sollte die Möglichkeit der öffentlichen Suche im Facebook-Profil in den Einstellungen zur Privatsphäre deaktiviert werden. Auch sollte man die Einstellung überlegen ob wirklich alle Nutzer, Freunde von Freunden oder nur die eigenen Freunde Beiträge und Inhalte lesen dürfen.
  • Egosurfen erwünscht: Um sicher zu sein, dass nicht leichtfertig Daten im Internet preisgegeben werden, sollte man seinen Namen regelmässig in eine Suchmaschine eingeben. So stösst man auf peinliche oder unerwünschte Informationen, ehe es andere tun.

Fazit

Das Medium Internet ist aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken. Kinder und Jugendliche wachsen damit auf und nutzen die Möglichkeiten sozialer Netzwerke. Solange sie über Gefahren und vor allem ihre Rechte Bescheid wissen und sensibel und verantwortungsbewusst damit umgehen, ist auch nichts dagegen einzuwenden.
 
Text: Petra Kaiser

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