

Jedes Lebensalter ist mit bestimmten Entwicklungsaufgaben verbunden. Diese kann man sich als Lernaufgaben vorstellen, welche absolviert werden müssen, um Fertigkeiten und Kompetenzen zu erwerben, damit die Anforderungen des Lebens möglichst konstruktiv bewältigt werden können. Die Zeit der beginnenden Geschlechtsreife (Pubertät) startet in der heutigen Zeit immer früher, die soziale und kognitive Reife hinkt aber meist noch etwas hinterher. Ein gesunder Mensch gilt dann als erwachsen, wenn er/sie gelernt hat, auf eigenen Füssen zu stehen - und für sich und andere eine Verantwortung übernehmen kann und das auch will.
Experten zufolge hängt die Persönlichkeitsentwicklung eines Jugendlichen ganz entscheidend von der seelischen Entwicklung in der Kindheit ab. Für eine möglichst ungestörte Persönlichkeitsentwicklung sind einige Faktoren Voraussetzung. Besonders wichtig ist hier, dass der noch ganz junge Mensch im ersten Lebensjahr die Möglichkeit bekommt, ein Urvertrauen aufzubauen und sich auf seine Bezugsperson verlassen kann. Die beginnende Autonomie, welche vom zweiten bis vierten Lebensjahr dauert, sollte verwirklicht werden dürfen. Im Kindergartenalter – d.h. im fünften Lebensjahr – sollte ein nicht zu sensibles Gewissen entwickelt werden und im Zeitraum des sechsten bis zwölften Lebensjahres sollte das Kind sich konstruktiv mit Aufgaben auseinandersetzen und Leistungen sein Eigen zu nennen, welche von den Mitmenschen akzeptiert werden.
Was kann ich? Was erwarten andere von mir? Was will ich? Was gehört zu mir? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich junge Menschen auf dem Weg zum Erwachsensein. Identität bedeutet die innere (geistig, leiblich, seelische) Einheit der Persönlichkeit. Durch folgende Entwicklungsaufgaben ist die Pubertät gekennzeichnet:
Text: Sabine Trach