
Wenn einmal die Dachsanierung anliegt, sollte man die Gelegenheit nutzen und sich ein paar Gedanken über den Einsatz erneuerbarer Energien machen. Auf diese Weise lässt sich nicht nur die Umwelt, sondern auch der eigene Geldbeutel schonen. Verschiedene Förderprogramme unterstützen den Bau umweltfreundlicher Anlagen zur Beheizung und zur Erzeugung von Strom. Dazu gehören unter anderem Solardächer, die im Rahmen der Dachsanierung verarbeitet werden können.
Vor jeder Dachsanierung kommt die Bestandsaufnahme. Zunächst muss abgeklärt werden, in welcher Verfassung der Dachstuhl ist. Marode Balken sollten getauscht werden und verbleibende Holzelemente mit einem Schutz gegen Schädlingsbefall und Umwelteinflüsse behandelt werden. Nicht nur Wind und Regen spielen hier eine tragende Rolle, sondern auch die Entwicklung von Dämpfen im Bodenbereich. Daher sollte auch auf die Beplankung grosses Augenmerk gelegt werden. Sind sie nicht mehr in Ordnung, ist es meist sinnvoll, sie komplett auszutauschen.
Bevor nun eine neue Balkenlage aufgebracht wird, montiert man sogenannte Unterspannbahnen. Diese sollten gerade bei hohen Temperaturen nicht zu straff angebracht werden, da sie sonst bei winterlichen Temperaturen Schaden nehmen können. Ist der Dachstuhl saniert, kann dann das Dach mit Ziegeln oder Solarpanelen gedeckt werden. Hier hat man nun die freie Entscheidung, ob die Nutzung der Wärmestrahlung zur Warmwassergewinnung und zum Heizen genutzt werden oder ob Fotovoltaikzellen künftig den eigenen Strom erzeugen sollen.
Zur kompletten Dachsanierung gehört auch die gründliche Kontrolle aller Elemente der Entwässerung wie Regenrinnen und Abflussrohre. In den meisten Fällen genügt es, diese komplett zu reinigen und einige marode Halterungen zu erneuern. Sollte jedoch das gesamte System ausgetauscht werden müssen, ist darauf zu achten, dass im unteren Bereich der Abfluss- oder Fallrohre Sicherheitsmechanismen angebracht werden, die das Eindringen von Ratten oder Mäusen verhindern.
Bei der gründlichen Planung einer Dachsanierung darf nicht vergessen werden, sich rechtzeitig um ein passendes Baugerüst zu kümmern. Sollte dies auf öffentlichen Wegen stehen müssen, ist zusätzlich die Stellgenehmigung vom zuständigen Ordnungsamt einzuholen.
Eine Dachsanierung ist sicher keine leichte Aufgabe. Dennoch dürften alle, die handwerklich einigermassen begabt sind, ein solches Unterfangen selbstständig durchführen können. Nutzt man zusätzlich staatliche Förderprogramme, lässt sich durch die Eigenmontage bares Geld sparen. Entscheidet man sich für moderne Umwelttechniken, mit denen man Warmwasser und Strom selbst erzeugen kann, rechnet sich die Sanierung binnen kürzester Zeit.
Text: Daniel D. Eppe