
Japanische Gärten werden oft ausschliesslich mit Teehäusern oder Buddha-Statuen in Verbindung gebracht. Dabei sind sie weit mehr. Gartenbauer Andreas Langsdorff aus Rüti (ZH) hat sich genau auf diese Art von Garten spezialisiert.
Von Gabi Hophan
«Japanische Gartenkunst ist meiner Meinung nach vor allem die Fähigkeit, Naturimpressionen im Garten wiederzugeben: Da erinnern z. B. Gräserfelder an Moorlandschaften, Kiefern und Ahorne an heimische Wälder und bemooste Steine an romantische Gebirgstäler», sagt Gartenbauer Andreas Langsdorff. Und tatsächlich: Die Schlichtheit japanischer Gärten ist berührend. Es sind Orte der Ruhe und Geborgenheit.
Japanische Gärten kann man selbst auf engstem Raum anlegen. Denn schliesslich sind auch im dicht besiedelten Japan die Gartenflächen meist begrenzt.
Genauso, wie französische oder englische Gärten unterschiedlich sein können, sind es auch japanische. So gibt es den grünen Garten mit vielen Pflanzen, Bäumen und Blumen; den Teegarten mit seinen Trittsteinen, Wasserbecken, Laternen und immergrüner Üppigkeit; oder auch den meditativen Zen-Garten, der sich vornehmlich durch Kies, Steine und wenige Pflanzen auszeichnet.
Wer sich zu japanischen Gärten hingezogen fühlt, sollte sich von einem Gartenbauer beraten lassen. Denn nicht nur die Platzverhältnisse, das Gelände und das vorherrschende Klima sind für die Beratung wichtig, sondern auch Persönlichkeit und Charakter des Kunden. Lieber üppig? Oder reduziert? Meditativ? Oder vor allem dekorativ? Das findet man in einem ausführlichen Gespräch heraus. Zudem könnte man sich in Büchern oder allenfalls in vom Gartenbauer gestalteten Objekten näher mit dem Thema auseinandersetzen.